„Sind die neuen Juden“: Maduro sieht sich verfolgt

Angesichts der Proteste und der internationalen Isolation hat Venezuelas Präsident Nicolas Maduro zur Verteidigung der sozialistischen Revolution aufgerufen. „Wir sind die neuen Juden des 21. Jahrhunderts“, sagte Maduro. „Wir tragen keinen gelben Davidstern, sondern haben ein rotes Herz“, sagte Maduro unter lautem Beifall und versprach: „Wir werden kämpfen.“

Neue geplante Demonstrationen der Opposition verglich Maduro mit den faschistischen Aufmärschen vor dem Zweiten Weltkrieg. Verteidigungsminister Vladimir Padrino teilte indes mit, dass rund 2.600 Nationalgardisten und Soldaten in die Region Tachira entsandt werden, nachdem Demonstranten dort zeitweise einen Militärposten besetzt hatten. Dort starben seit Wochenbeginn mindestens zwei Menschen, seit Ausbruch der Proteste kamen in ganz Venezuela 44 Menschen ums Leben.

Die Regierung hat den Plan Zamora aktiviert, der dem bisher fest zu Maduro stehenden Militär Sondervollmachten einräumt. Festgenommene Demonstranten können auch vor Militärtribunalen abgeurteilt werden. Seit Anfang April wurden rund 2.000 Menschen festgenommen.