Pedro Sanchez wieder Chef der spanischen Sozialisten

Knapp acht Monate nach seinem unrühmlichen Rücktritt als Generalsekretär der spanischen Sozialisten (PSOE) ist Pedro Sanchez ein unerwartetes Comeback gelungen. Der 45 Jahre alte Hochschullehrer wurde gestern erneut zum Chef der stärksten Oppositionspartei des Landes gewählt. Zur Wahl waren die rund 187.000 eingetragenen Parteimitglieder aufgerufen.

Nach Auszählung von mehr als 90 Prozent aller abgegebenen Stimmen kam Sanchez auf rund 50 Prozent, wie die Partei am späten Abend mitteilte. Mit rund 40 Prozent hatte die Favoritin Susana Diaz keine Chance mehr. Die Regierungschefin der Region Andalusien war unter anderem von den früheren sozialistischen Ministerpräsidenten Felipe Gonzalez und Jose Luis Zapatero unterstützt worden.

Sanchez war am 1. Oktober 2016 nach gut zwei Jahren als PSOE-Chef zurückgetreten, nachdem er sich monatelang geweigert hatte, in einer politischen Pattsituation eine neue Amtszeit des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zu tolerieren. Wegen dieser umstrittenen „Blockade“ und auch aufgrund mehrerer Wahlschlappen war er auch intern zunehmend in die Kritik geraten.