UNO fordert von Nordkorea Stopp von Raketentests

Nach Nordkoreas neuerlichem Raketentest hat die UNO Pjöngjang zum Verzicht auf weitere derartige Tests aufgefordert. Diese seien eine Gefahr für die „regionale und internationale Sicherheit“, sagte der Sprecher von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres heute.

Er äußerte sich vor einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats zu Nordkorea. Dieser tritt morgen auf Antrag der USA, Japans und Südkoreas hinter geschlossenen Türen zusammen.

Verstoß gegen UNO-Resolution

UNO-Sprecher Stephane Dujarric warf Nordkorea vor, mit seinen Raketentests offen gegen Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats zu verstoßen. Das Gremium hat seine Strafmaßnahmen gegen das Land in den vergangenen Jahren mehrfach verschärft.

Nordkorea hatte heute den erfolgreichen Test einer Mittelstreckenrakete bestätigt und deren Einsatzbereitschaft bekanntgegeben. Nach Angaben der USA und Südkoreas handelte es sich um eine Mittelstreckenrakete, die etwa 500 Kilometer weit flog.

Arbeit an Langstreckenrakete

Pjöngjang hatte erst am 14. Mai eine Mittelstreckenrakete gezündet. Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.