Zwei Anschläge in Kenia - neun Polizisten tot

Bei einem Anschlag im Nordosten Kenias sind vier Polizisten getötet worden. Die Beamten seien gestern bei Liboi nahe der Grenze zu Somalia mit einem Fahrzeug über einen Sprengkörper gefahren, sagte ein regionaler Regierungsvertreter, Mohamud Saleh. Ein weiterer Polizist sei verletzt worden. Die kenianische Polizei machte al-Schabab für den Anschlag verantwortlich.

Bei einem weiteren Explosion nahe der somalischen Grenze seien fünf Polizisten getötet worden, sagte ein lokaler Regierungsvertreter, Hussein Abdi. Das Sicherheitsteam des Gouverneurs der Region Mandera, Ali Roba, sei nahe Lafey im Nordosten des Landes mit ihren Fahrzeugen über einen Sprengkörper gefahren. Roba befand sich nicht in den Autos.

Warnung vor Anschlägen nach Manchester-Attentat

Im Nordosten Kenias kommt es immer wieder zu Angriffen der Terrororganisation al-Schabab. Die kenianische Polizei warnte nach dem Attentat in Manchester vor Nachahmungsanschlägen. Die Islamistenmiliz würde zudem vermehrt Kämpfer aus Somalia nach Kenia schicken, um Sprengkörper auf Straßen zu platzieren, die von Sicherheitskräften befahren werden, sagte Polizeichef Joseph Boinnet.

Al-Schabab will am Horn von Afrika einen islamischen Gottesstaat errichten. Kenia beteiligt sich an der 22.000 Mann starken Truppe der Afrikanischen Union zur Bekämpfung der Terrormiliz in Somalia. Al-Schabab greift daher auch Ziele in Kenia an.