„NYT“: Russen berieten über Einflussnahme auf Trump

Hochrangige russische Geheimdienstvertreter und Politiker haben der „New York Times“ („NYT“) zufolge in der Vergangenheit darüber gesprochen, wie sich der heutige US-Präsident Donald Trump über seine Berater beeinflussen lässt. Die Diskussionen hätten sich auf Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort und Ex-General Michael Flynn konzentriert, berichtete die Zeitung gestern.

Die „NYT“ berief sich auf aktuelle und frühere US-Regierungsvertreter. Die Informationen hätten US-amerikanische Spione im Sommer vergangenen Jahres zusammengetragen.

Berater stolperten über Russland-Kontakte

Trump machte Flynn nach seinem Amtsantritt im Jänner zum Nationalen Sicherheitsberater, musste ihn aber bereits im Februar entlassen. Grund waren falsche Angaben Flynns zu seinen Gesprächen mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak.

Manafort war schon im August als Trumps Wahlkampfmanager zurückgetreten. Er war im Zusammenhang mit seiner früheren Arbeit für die prorussische Partei des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Ermittlungen in Washington

In Washington untersuchen mehrere Kongressausschüsse sowie ein Sonderermittler des Justizministeriums, ob Russland auf die US-Präsidentenwahl im November Einfluss genommen hat und ob es Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland gab. Die Regierung in Moskau bestreitet das. Auch Trump weist den Vorwurf von geheimen Kontakten zurück.