OPEC berät über Verlängerung von Förderlimit

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) will ihr bestehendes Förderlimit nach Aussage mehrerer Ölminister wahrscheinlich um neun Monate bis zum März 2018 verlängern. „Wir werden alles Nötige machen, um den Markt zu stabilisieren“, sagte Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih heute zu Beginn des OPEC-Treffens in Wien.

Die Ölminister der 13 Staaten des Ölkartells kamen dort zu ihrer traditionellen halbjährlichen Konferenz zusammen. „Wir haben erst über sechs Monate diskutiert, fühlen uns aber mit neun Monaten komfortabler“, meinte der Ölminister Katars, Mohammed Bin Saleh Al-Sada.

Während viele Minister die zunehmende Schieferölproduktion im konkurrierenden Förderland USA nicht überbewerten wollten, sprach der Ölminister Venezuelas, Nelson Martinez, von einer „Bedrohung“.

Fördermenge seit Jänner gekürzt

Die OPEC und rund ein Dutzend Nicht-OPEC-Länder haben seit Jänner ihre Produktion um 1,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) gekürzt, um einen höheren Ölpreis auf dem Markt durchzusetzen. Die Menge entspricht etwa zwei Prozent der täglichen Weltproduktion. An den Beratungen nehmen zeitweise auch Nichtmitglieder wie Russland teil.

Der Ölpreis ist durch die Produktionskürzung bei rund 50 Dollar pro Fass stabilisiert worden. Zu einer deutlichen Verteuerung des Öls ist es entgegen der Hoffnung der Förderländer aber bisher nicht gekommen. Auch bei einer Fortsetzung des Produktionslimits wird sich der Preis nach Einschätzung von Analysten nicht nachhaltig verändern.