Mindestens 14 Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Bei Angriffen der radikalislamischen Taliban auf Armee und Zivilisten sind in Afghanistan mindestens 14 Menschen getötet worden. In der nordafghanischen Provinz Kunduz starb ein Kind, als Taliban heute in der Früh fünf Mörsergranaten in Richtung Gouverneurspalast abschossen.

„Sie wollten das Gästehaus treffen, wo US-Berater zu Gast waren“, sagte der Leiter des Provinzrats von Kunduz, Ghulam Rabbani Rabbani. Leider hätten die Geschoße die Schule nebenan getroffen. Neun Kinder seien verletzt worden.

Die Taliban kontrollieren weite Teile der Provinz Kunduz. Die vollständige Eroberung aller Bezirke und der Hauptstadt ist ein Hauptziel der Taliban.

Gefechte in Kandahar

In der südafghanischen Provinz Kandahar starben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht auf heute mindestens 13 Soldaten in Gefechten mit Taliban im Bezirk Maiwand. Acht Soldaten seien verletzt worden. Aber auch viele Taliban-Kämpfer seien getötet worden, sagte Ministeriumssprecher Daulat Wasiri.

Kandahar gehörte bisher, auch dank eines brutal vorgehenden Polizeichefs, zu den sichereren südlichen Provinzen. Seit einigen Wochen häufen sich aber die Angriffe, und internationale Sicherheitsexperten warnen unter Berufung auf vertrauliche Berichte vor einer bevorstehenden Taliban-Offensive.