Lösung für Athen bis Juni - IWF optimistisch

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist optimistisch, dass im seit Monaten schwelenden Streit um weitere Griechenland-Hilfen bald eine Lösung ansteht. „Alle sind zuversichtlich, dass eine Lösung möglich ist und dass sie hoffentlich beim nächsten Treffen der Eurogruppe in ein paar Wochen erreicht sein wird“, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice heute.

Ähnlich hatten sich die Finanzminister der Euro-Gruppe nach ihrer jüngsten Sitzung geäußert. Es gebe eine Reihe von Optionen, wie das geschafft werden könne. „Wir prüfen alle“, sagte Rice. Er bekräftigte die seit Langem vertretene IWF-Position, dass eine nachhaltige Lösung für Griechenlands Schuldenproblem auf den Tisch müsse. „Wir brauchen weitere Spezifizierungen.“

Lösung erst nach der deutschen Wahl?

Den Schuldenabbau über einen hohen Primärüberschuss - ein Haushaltsplus ohne die auf laufende Kredite entfallenden Zinsen und Tilgungen - von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung zu betreiben, sei der griechischen Bevölkerung langfristig nicht zumutbar. „Es würde ein zu hohes Maß an Austerität (Sparpolitik) für das griechische Volk bedeuten.“

Rice widersprach Medienberichten nicht, wonach es ein Lösungsweg sein könnte, dass sich der IWF zunächst nicht finanziell an dem Rettungspaket beteiligt und damit bis nach der Bundestagswahl in Deutschland am 24. September wartet.