Manchester-Anschlag: Briten kooperieren wieder mit USA

Die britische Polizei arbeitet wieder mit den US-Behörden zusammen und gibt Informationen zu den laufenden Ermittlungen nach dem Anschlag von Manchester mit 22 Toten weiter. Sie habe „neue Zusicherungen“ erhalten, sagte der Chef der Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, gestern.

Die Briten hatten die Weitergabe von Informationen gestoppt, nachdem in US-Medien Fotos und Details zu den Ermittlungen veröffentlicht wurden. US-Präsident Donald Trump sprach von einem sehr beunruhigenden Informationsleck. Er kündigte Ermittlungen und gegebenenfalls eine Bestrafung des Täters an.

May und Trump nahmen beide an einem NATO-Gipfel in Brüssel teil. Beide Staaten sind bei Sicherheits- und Verteidigungsthemen seit Jahrzehnten die engsten Verbündeten. Die „New York Times“ hatte Fotos vom Tatort veröffentlicht, die Reste der Bombe sowie den Rucksack des Attentäters zeigten.

Suche nach Netzwerk

Die Ermittler machen den 22-jährigen Salman Abedi, einen Briten libyscher Abstammung, für den Anschlag auf das Konzert der US-Sängerin Ariana Grande verantwortlich. Er hatte bei dem Attentat am Montag 22 Menschen mit den Tod gerissen, unter ihnen Kinder und Jugendliche.

Die Polizei geht davon aus, dass Abedi kein Einzeltäter war, sondern dass ein ganzes Terrornetzwerk hinter der Tat steckt. Heute in der Früh nahm die Polizei einen weiteren Verdächtigen fest. Damit steigt die Zahl der Festnahmen auf zehn, davon seien zwei wieder auf freiem Fuß, twitterte die Polizei.

Bericht über „Bombenwerkstatt“

Der US-Sender ABC berichtete, dass bei der Durchsuchung der Wohnung Abedis eine Art Bombenwerkstatt gefunden worden sei. Die britische Gesundheitsbehörde gab unterdessen bekannt, dass bei dem Selbstmordanschlag deutlich mehr Menschen verletzt wurden, als bisher bekannt war.

Mehr dazu in Festnahmen laut Polizei „bedeutsam“