Libyscher IS-Ableger Ansar al-Scharia löst sich auf

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Die libysche Extremistenmiliz Ansar al-Scharia hat ihre Auflösung verkündet. Grund dafür seien die schweren Verluste im libyschen Bürgerkrieg, teilte der IS-Ableger in einer Erklärung mit. In den Kämpfen mit der Libyschen Nationalarmee des Rebellenkommandanten Chalifa Haftar hatte Ansar al-Scharia praktisch ihre ganze Führungsebene und zahlreiche Kämpfer verloren.

Die verbotene Terrororganisation soll hinter dem folgenschweren Angriff von Bengasi stecken, bei dem im Jahr 2012 US-Botschafter Christopher Stevens getötet worden war. Ansar al-Scharia versuchte danach erfolglos, die Kontrolle über den Osten Libyens zu erlangen. Im Jahr 2014 schloss sich die Dschihadistenmiliz dem Islamischen Staat (IS) an.

Erneut Luftangriffe

Die ägyptische Luftwaffe griff indes nach dem Anschlag auf koptische Christen den zweiten Tag in Folge Ziele im Nachbarland Libyen an. Aus Armeekreisen verlautete, auch gestern seien Lager von Islamisten in der Region um die Stadt Derna bombardiert worden, die für den Anschlag auf eine Gruppe Christen südlich von Kairo am Vortag verantwortlich seien.

Bei dem Anschlag auf einen Bus mit Pilgern waren 29 Menschen getötet worden, darunter viele Kinder. Der IS hatte die Tat für sich reklamiert. Koptische Christen waren in den vergangenen Monaten häufig Opfer von Attentaten von Islamisten in Ägypten.