Trump kündigt laut Bericht Paris-Abkommen auf

US-Präsident Donald Trump kündigt einem Medienbericht zufolge für die USA das Pariser Klimaschutzabkommen auf. Das meldete das Onlinenachrichtenportal Axios heute unter Berufung auf zwei mit der Entscheidung vertraute Quellen. Auch die Fernsehsender CBS News, Fox News und ABC News berichteten über Trumps Absichten unter Berufung auf Insider.

Details zum Ausstiegsszenario würden zurzeit von einem kleinen Team ausgearbeitet, so das Nachrichtenportal. Der Arbeitsgruppe soll auch Scott Pruit, der Chef der US-Umweltbehörde, angehören. Trump selbst will, wie er via Twitter ankündigte, seine Entscheidung „in den nächsten Tagen bekanntgeben“.

Überlegt wird laut Axios zum einen ein formaler Ausstieg, der allerdings bis zu drei Jahre dauern könnte. Andererseits sei ein Ausstieg aus dem UNO-Vertrag, der dem Abkommen zugrunde liegt, im Gespräch. Das wäre ein schnellerer, aber auch weitreichenderer Schritt.

EU und China planen gemeinsames Paris-Bekenntnis

Die EU und China wollen sich bei ihrem Gipfel am Freitag unterdessen zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens bekennen. Geplant sei eine umfassende gemeinsame Erklärung, hieß es aus EU-Kreisen. Damit grenzen sich die beiden Partner klar von US-Präsident Trump ab.

Ein EU-Beamter sagte, der Text der Erklärung sei weitgehend abgestimmt. Nach Informationen des deutschen „Handelsblatts“ wollen sich die EU und China darin auch zur engeren Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien und beim Emissionshandel verpflichten. Es solle deutlich werden, dass sie die Führungsrolle beim Schutz des Weltklimas übernehmen wollen.