Schlagabtausch zwischen Chelsea Clinton und Duterte

Der philippinische Staatschef Rodrigo Duterte hat die Kritik an seinen jüngsten Äußerungen über Vergewaltigung durch die Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton zurückgewiesen.

Am Ende einer langen Rede vor Marineoffizieren und ihren Angehörigen sagte Duterte heute, Chelsea Clinton habe ihn „niedergemacht“. Er habe aber „keinen Scherz gemacht“. Er sei „sarkastisch gewesen“.

Chelsea Clinton frage er, wie sie zur Sexaffäre ihres Vaters mit der Praktikantin Monica Lewinsky im Weißen Haus stehe. „Ihr Amerikaner, wie Chelsea, seid vorsichtig, denn ihr sitzt im Glashaus“, fügte Duterte hinzu. Der 72-Jährige beschuldigte zudem US-Soldaten der Vergewaltigung von Frauen in den Philippinen und in Japan.

„Einfach Arbeit erledigen“

Am Mittwoch letzter Woche, einen Tag nach der Verhängung des Kriegsrechts über die südliche Region Mindanao, hatte Duterte vor Soldaten auf einem Militärstützpunkt ausgeführt, diese sollten „einfach ihre Arbeit erledigen“. Er trage die Verantwortung und werde „mit dem Rest fertig werden“. Dann fuhr der Staatschef fort: „Ich werde an eurer Stelle inhaftiert werden. Wenn ihr drei vergewaltigt, werde ich sagen, dass ich es war.“

Chelsea Clinton fand das in einem Beitrag im Kurzbotschaftendienst Twitter „überhaupt nicht witzig“. Später schrieb sie dort, „Duterte ist ein mörderischer Gangster, der Menschenrechte missachtet. Es ist wichtig, weiterhin darauf hinzuweisen und dass Vergewaltigung nie ein Scherz ist.“