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Comey vor US-Kongress

Mehrere Ausschüsse des Kongresses untersuchen derzeit mögliche Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam des heutigen US-Präsidenten Donald Trump und der russischen Führung. Sie versuchen dabei auch zu klären, ob Russland im Wahlkampf 2016 mit Hackerangriffen zugunsten Trumps Einfluss nahm. Es folgt eine Liste der Schlüsselfiguren in der Affäre:

Mit Spannung wird die Aussage des gefeuerten FBI-Chefs James Comey am Donnerstag vor dem US-Kongress erwartet. Der frühere FBI-Chef stand Medienberichten zufolge kurz davor, die Ermittlungen auszuweiten, als Trump ihn im Mai überraschend entließ.

Kritiker werfen dem Präsidenten vor, er habe damit Einfluss auf die Untersuchung nehmen wollen. Medienberichten zufolge hatte Trump Comey schon zuvor gedrängt, die Ermittlungen gegen den früheren kurzzeitigen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn in der Affäre einzustellen. Flynn wurde im Februar nach nicht einmal einem Monat im Amt des Nationalen Sicherheitsberaters gefeuert, weil er falsche Angaben über Gespräche mit dem russischen Botschafter in Washington gemacht hatte.

Ehemaliger FBI-Chef als Sonderermittler

Mit Robert Mueller ist ein weiterer ehemaliger FBI-Chef Teil der Ermittlungen. Er soll als Sonderermittler Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland untersuchen. Er wurde vom stellvertretenden Justizminister Rod Rosenstein nach der Entlassung Comeys eingesetzt. Rosenstein ist für den Fall zuständig, weil Justizminister Jeff Sessions dem Kongress seine eigenen Kontakte mit russischen Vertretern ebenfalls verschwiegen hatte und sich daher zurückhält.

Ermittlungen im engsten Kreis Trumps

In der Kritik steht auch der Schwiegersohn und enge Berater Trumps, Jared Kushner. Er soll mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, über die Einrichtung eines geheimen Gesprächskanals zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin beraten haben. Damit wären Diplomaten und Geheimdienste umgangen worden.

Der frühere Wahlkampfmanager Trumps, Paul Manafort, wird Medienberichten zufolge ebenfalls wegen seiner Verbindungen zu Russland durchleuchtet. Früher arbeitete er für die Partei des damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, der von Russland unterstützt wurde. Im August trat Manafort von seinem Posten in Trumps Team zurück, nachdem in Kiew Papiere aufgetaucht waren, denen zufolge er möglicherweise geheime Zahlungen in Millionenhöhe von Janukowitschs Partei erhalten hatte.

Breite Unterstützung für Comey

Aufseiten der Republikaner leitet die Untersuchungen im Kongress Richard Burr. Er ist Vorsitzender des Geheimdienstausschusses im Senat, der die Untersuchung der Affäre maßgeblich vorantreibt. Er nahm Comey nach dessen Entlassung gegen Kritik in Schutz. Unterstützung für Comey kam auch vom Sprecher der Demokraten im Geheimdienstausschuss: Mark Warner zeigte sich entrüstet über die Entlassung Comeys.

Ebenso stellte sich der aktuelle FBI-Chef Andrew McCabe hinter seinen entlassenen Vorgänger. Comey genieße bis heute breite Unterstützung in der Bundespolizei, sagte Warner. Trump hatte Comey dagegen als Blender bezeichnet und ihm vorgeworfen, ein Chaos im FBI hinterlassen zu haben.

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