Polizist schießt bei Notre-Dame auf Angreifer

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Ein Polizist hat vor der Pariser Kathedrale Notre-Dame auf einen Angreifer geschossen. Das bestätigte die Polizei gestern. Der mutmaßliche Täter war mit einem Hammer bewaffnet und versuchte den Beamten von hinten anzugreifen, so das Innenministerium.

Angreifer verletzt

Nach ergänzenden Berichten wurde der Angreifer verletzt. Ein Polizist sei ebenfalls leicht verletzt worden. Die Identität des Mannes und die genauen Hintergründe des Zwischenfalls blieben zunächst unklar. Laut dem Innenminister Gerard Collomb habe der Angreifer „Das ist für Syrien“ geschrien. Der Täter sei nach eigenen Angaben ein Student aus Algerien. Er habe neben dem Hammer noch Küchenmesser bei sich geführt, fügte Collomb hinzu.

Polizisten vor der Notre Dame

Reuters/Philippe Wojazer

Die Situation sei aber unter Kontrolle. Zuvor hatte die Polizei auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter mitgeteilt, es gebe einen Einsatz bei der Kirche im Herzen der Stadt. Sie rief dazu auf, den Bereich zu meiden. Das Areal wurde weiträumig abgesperrt. 900 Menschen seien nach dem Vorfall zunächst in der Kathedrale festgehalten worden, diese konnten das Gebäude nach und nach verlassen. Jeder werde von der Polizei durchsucht, sagte die Sprecherin der Diözese Paris.

Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach dem Vorfall übernahm die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Das gab die Behörde bekannt. Laut Collomb habe diese die Ermittlungen aufgrund des Rufs der Angreifer übernommen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise habe sich der Verdächtige als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet.