Frankreichs Parlamentswahl in Übersee begonnen

Mit einem Tag Vorsprung hat im Überseegebiet Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Ostküste die französische Parlamentswahl begonnen. Die Wähler auf der Inselgruppe konnten seit heute Mittag (MESZ) ihre Stimme abgeben, wie das Rathaus von Miquelon bestätigte. Wegen der Zeitverschiebung sollten die Wahllokale auch in mehreren anderen französischen Überseegebieten schon heute öffnen, etwa auf den Karibik-Inseln Guadeloupe und Martinique.

Die Wahl entscheidet, ob der neue Präsident Emmanuel Macron in der Nationalversammlung eine Mehrheit für sein Reformprogramm bekommt. In letzten Umfragen hatte die Partei des sozialliberalen Staatschefs klar vorn gelegen.

Als Erste hatten bereits die im Ausland lebenden Franzosen ihre Stimme abgeben, in den elf Auslandswahlkreisen wurde schon am vergangenen Wochenende gewählt. Für den Großteil der Franzosen öffnen die Wahllokale morgen um 8.00 Uhr. So wie bei der Präsidentschaftswahl gibt es auch diesmal zwei Wahltermine: In den meisten Wahlkreisen dürfte die Entscheidung erst in einer Stichwahl in einer Woche fallen.