Philippinen: Heftige Gefechte mit Islamisten in Marawi

Bei heftigen Kämpfen mit islamistischen Rebellen um die Stadt Marawi sind nach Regierungsangaben 13 philippinische Soldaten getötet worden. 40 weitere wurden in dem 14-stündigen Gefecht gestern verwundet, wie Armeesprecher Oberst Edgard Arevalo heute mitteilte.

Die Truppen rückten in drei Stadtteile vor, wo sich mehr als 200 Rebellen verschanzt hielten. Diese haben nach Regierungsangaben etwa 100 Geiseln in ihrer Gewalt, die sie als menschliche Schutzschilde benutzten.

Unterstützung aus USA

Die USA unterstützen die philippinischen Truppen in Marawi mit Spezialkräften. Das teilte die US-Botschaft in Manila in einem Kommunique mit, ohne Details bekanntzugeben. Journalisten sahen ein US-Aufklärungsflugzeug über Marawi kreisen. Der philippinische Armeesprecher Oberst Jo-Ar Herrera sagte, die US-Militärs nähmen nicht an den Gefechten teil. „Ihre Beteiligung ist auf den Austausch von Geheimdienstinformationen beschränkt“, sagte er.

Die Kämpfe in der rund 800 Kilometer südlich von Manila gelegenen Stadt hatten am 23. Mai begonnen. Die auf der Insel Mindanao seit Langem aktiven Muslimrebellen haben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen.