Coldplay in Wien mit einem Hauch von Walzer

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Im zweiten Jahr der „Head Full of Dreams“-Tour hat nun auch Wien seine ersehnte Coldplay-Open-Air-Show. 55.000 erlebten im restlos ausverkauften Ernst-Happel-Stadion gestern Abend so etwas wie die „Club Med“-Version eines Stadionspektakels: Leuchtbänder, Bällebad, Lasershow - und gefühlt alle vier Nummern ein Feuerwerk.

Es war vom Entertainmentfaktor das vielleicht bunteste Ereignis, das man bisher im Popsektor im sonst so prosaischen Oval des Happel-Stadions erleben durfte.

Bühne Coldplay in Wien

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Eine Stadt voller Opernsänger

„Everyone is an opera singer in this city of music“, bauchpinselte Frontman Chris Martin schon nach der vierten Nummer sein Publikum, um es zum Mitsingen zu animieren. Eineinhalb Stunden später jodelte er auf einem Minipodium im Stehbereich noch eine Blödelnummer des Wiener Walzers an.

Es war neben der Wunschnummer via Instagram einer der Ausbrecher in einem von der Setliste erwartbaren Konzert, das mit „Fix You“ so etwas wie den Fanhöhepunkt im zweiten Teil fand.

Kein Hit wurde aus dem mittlerweile doch reichhaltigen Werkkatalog ausgelassen, und Wien war an diesem Abend in einer Singalong-Laune, die es mit jeder italienischen Arena aufnehmen konnte. Martin als Yogi für die Massen an Klavier und Gitarre hatte es in diesem Setting nicht schwer, viel „gute Energie“ in die Welt zu schicken.

Das war gut gemeint, vielleicht rührend - und wie so vieles an diesem gut zweistündigen Abend aber so routiniert wie dick aufgetragen. Konsequenterweise schwebten am Ende der Show Astronauten und Mangas kreuz und quer über die LED-Wand hinter der Bühne.

Coldplay begeisterte Wien

Am Sonntag begeisterte die Band „Coldplay“ im Wiener Ernst Happel Stadion im Rahmen ihrer „A Head Full Of Dreams“-Tour. Die Gruppe zählt zu den erfolgreichsten Bands der Welt.

Mancher Fan hatte vor den Toren jedenfalls das Nachsehen. Ausverkauft hieß an diesem Abend tatsächlich: massive Ticketknappheit auf dem Last-Minute-Sektor.

Kontrollen bei Einlass verstärkt

Vor dem Stadion fanden zudem erhöhte Sicherheitskontrollen statt. Einige warteten stundenlang auf den Einlass. Doch die Fans zeigten für die Kontrollen Verständnis.

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