Europol: 142 Menschen im Vorjahr bei Anschlägen getötet

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Im Jahr 2016 hat es in Europa 142 Todesopfer und 379 Verletzte durch Terroranschläge gegeben. Das geht aus dem „EU-Terrorismus-Report“ von Europol hervor, der gestern Nachmittag auf Malta, dem aktuellen EU-Vorsitzland, vorgestellt wurde. Insgesamt wurden demnach „142 gescheiterte, vereitelte und durchgeführte Terrorattacken“ aus acht EU-Mitgliedstaaten gemeldet.

In den meisten Fällen waren laut Europol zwar nationalistische und separatistische Gruppierungen für die Attacken verantwortlich - mit 135 Toten von Islamisten verübte Anschläge aber die bei weitem die meisten Opfer gefordert. Laut Europol wurden im Vorjahr 13 Anschläge von Islamisten verübt. Bei sechs dieser Anschläge sei zudem ein direkter Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgestellt worden.

Ermittler nahmen eine Rekordzahl von rund 700 Verdächtigen fest, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Europa habe nach 2015 erneut eine „beispiellose Form von dschihadistischem Terror“ erlebt, sagte Europol-Direktor Rob Wainwright. Ein Ende des Terrors sei nicht abzusehen. Vor allem von Einzeltätern wie etwa aus Syrien heimkehrenden IS-Kämpfern drohe Gefahr, warnt Europol.