Briten gedenken ermordeter Politikerin Jo Cox

Ein Jahr nach der Ermordung der britischen Labour-Abgeordneten Jo Cox gedenken die Briten der beliebten Politikerin mit Straßenfesten im ganzen Land. Unter dem Motto „The Great Get Together“ (das große Beisammensein) finden vom 16. bis 18. Juni rund 100.000 Veranstaltungen statt. „Wir wollten uns nicht auf Jos Tod, sondern auf ihr Leben konzentrieren“, sagte Cox’ Schwester Kim Leadbeater der BBC.

Die 41 Jahre alte Cox war am 16. Juni 2016, eine Woche vor dem „Brexit“-Referendum, von einem rechtsradikalen Extremisten ermordet worden. Sie hatte sich für den Verbleib Großbritanniens in der EU eingesetzt. Cox war zu Besuch in ihrem Wahlkreis, als der Mann sie mit einer Schusswaffe und einem Messer attackierte. Sie starb später an ihren Verletzungen.

Bernard Kenny, ein Passant, der ihr zur Hilfe geeilt war, wurde heute von Queen Elizabeth II. mit der George-Medaille für seinen Mut ausgezeichnet. Am Montag beginnen die britischen EU-Austrittsverhandlungen in Brüssel.