Autozulieferer Takata beantragt Gläubigerschutz

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Der wegen des Skandals um defekte Airbags angeschlagene japanische Autozulieferer Takata wird Insidern zufolge am Montag Antrag auf Gläubigerschutz stellen. Dieser werde am zuständigen Bezirksgericht in Tokio eingereicht, berichtete heute die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit den Vorgängen befasste Personen.

Nach dem Antrag auf Gläubigerschutz werde Takata bei der Sumitomo Mitsui Financial Group Überbrückungskredite beantragen. Ein Sprecher von Takata sagte, bis jetzt sei weder zu dem Antrag noch zur Finanzierung eine Entscheidung getroffen worden.

Weltweit stehen mindestens 16 Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung. Mehr als 100 Millionen Airbags wurden zurückgerufen, davon allein in den USA 70 Millionen. Takata hatte im Jänner mit den US-Behörden vereinbart, eine Milliarde Dollar (rund 900 Mio. Euro) Entschädigung zu bezahlen und sich drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers zu stellen.