Österreicher informieren sich zunehmend mobil

Der jährlich von der Nachrichtenagentur Reuters vorgelegte „Digital News Report“ zu Österreich zeigt, dass hierzulande das Interesse an Politik und Nachrichten allgemein gestiegen ist. 68 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher informieren sich laut Bericht mindestens zweimal täglich online über die Nachrichtenlage - 2015 waren es 56 Prozent.

Deutlich höhere Mobilnutzung

Generell ist die Nutzung von mobilen Geräten deutlich gestiegen. 56 Prozent verwenden sie, um sich auf dem aktuellen Stand zu halten, für 42 Prozent ist das Smartphone bereits das wichtigste Gerät, um Nachrichten zu konsumieren.

Jeder Vierte verwendet Nachrichten-Apps. 2015 waren es lediglich 13 Prozent. Auch automatische Benachrichtigungen bei größeren oder unerwarteten Ereignissen verwenden Österreicherinnen und Österreicher deutlich öfter als früher. Angestoßen hatten diesen Trend vor allem die Bundespräsidentschaftswahl und die letzte Fußball-EM-Endrunde, für die sich auch Österreich qualifiziert hatte.

Welches Medium wofür geschätzt wird

Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Nutzung der verschiedenen Medien laut „Digital News Report“ keine größeren Verschiebungen. Laut der Umfrage wird ORF.at vor allem für Verlässlichkeit geschätzt, die Onlineausgabe des „Standards“ ist das bevorzugte Medium für das Erklären komplexer Themen und für prononcierte Meinungen, während die Satire-Nachrichtenwebsite Die Tagespresse bei unterhaltsamem Nachrichteninhalten führend ist.

In der Nutzung liegt das ORF.at-Netzwerk vor den Onlineausgaben von „Kronen Zeitung“ und „Standard“. Grundlage für den „Digital News Report“ sind rund 70.000 Onlineinterviews in insgesamt 36 Ländern, 2.000 davon in Österreich.