Hunderte Menschen aus IS-Gebieten in Mossul befreit

In der nordirakischen Stadt Mossul haben Soldaten Fluchtkorridore für Zivilisten aus der umkämpften Altstadt geschaffen. Mehreren hundert Menschen gelang es heute auf diesem Weg, aus dem Kampfgebiet zu entkommen. Sie wurden von Soldaten mit Lebensmitteln und Wasser versorgt.

Noch immer sind 100.000 Menschen in dem von der Islamistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehaltenen Stadtteil eingeschlossen, der rund zwei Quadratkilometer groß ist. Die UNO erklärte, die Lage für die Zivilisten sei unvorstellbar. Berichten zufolge hielten IS-Kämpfer möglicherweise Zehntausende von ihnen als menschliche Schutzschilde fest. Allein tags zuvor seien zwölf Menschen getötet und Hunderte verletzt worden.

Irakische Führung will IS bis Ende des Ramadan vertreiben

Die irakische Führung hatte erklärt, sie hoffe, den IS bis zum Ende des Opferfestes nach dem Fastenmonat Ramadan in der kommenden Woche endgültig aus Mossul vertrieben zu haben. In den engen Straßen kämpfen sich die Soldaten Haus um Haus vorwärts. Der Einsatz schweren Kampfgeräts ist kaum möglich.

Erst am Mittwoch wurde die mittelalterliche Große Moschee von al-Nuri zerstört. Sie wurde am Mittwoch von IS-Kämpfern gesprengt. Unterstützt werden die Regierungstruppen von US-Kampfhubschraubern.