Argentiniens Ex-Präsidentin kehrt in die Politik zurück

Argentiniens frühere Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner kehrt nach eineinhalb Jahren in die aktive Politik zurück. Die 64-Jährige meldete gestern Abend kurz vor Fristablauf ihre Kandidatur für einen Senatssitz an, wie argentinische Medien berichteten. Kirchner strebt ein Mandat für ihre kürzlich neu gegründete politische Bewegung Unidad Ciudadana (Bürgereinheit) an.

Die linke Ex-Präsidentin (2007 - 2015) kritisiert die wirtschaftsliberale Politik ihres konservativen Nachfolgers Mauricio Macri. „Wir müssen dieser Regierung eine Grenze zeigen“, sagte Kirchner bei der Vorstellung ihrer neuen politischen Heimat in der vergangenen Woche.

Vorwahl Mitte August

Zuvor waren Verhandlungen für eine Kandidatur für ihre bisherige Partei Partido Justicialista gescheitert.

Die Parlamentswahl gilt als wichtiger Test für die Präsidentschaftswahl von 2019. Gemäß argentinischen Gesetzen muss Kirchner zunächst in einer obligatorischen Vorwahl antreten. Diese Abstimmung ist für den 13. August angesetzt. Die offizielle Parlamentswahl findet am 22. Oktober statt.