IS gerät in syrischer Hochburg al-Rakka in Defensive

Den von der Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützten syrischen Rebellen ist heute der Vormarsch in die Altstadt der Islamistenhochburg al-Rakka gelungen.

Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hätten die historische Stadtmauer überwunden, nachdem diese an zwei Stellen durch Bombardements der US-geführten Koalition zerstört worden sei, hieß es.

Karte zeigt IS-Gebiete in Syrien und Irak

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/IHS Conflict Monitor

Es seien jeweils 25 Meter der Mauer zerstört worden, „was dabei helfen wird, den Rest der 2.500 Meter langen Mauer zu erhalten“, teilte die Koalition mit. Am Donnerstag hatten die SDF-Kämpfer dem IS den letzten Fluchtweg aus al-Rakka abgeschnitten, am Sonntag nahmen sie erstmals den Markt al-Hal im Süden der IS-Hochburg ein.

Neue Friedensgespräche in Astana

In der kasachischen Hauptstadt Astana beginnen heute neue Friedensgespräche zum Syrien-Konflikt. Zu den zweitägigen Gesprächen unter der Führung Russlands, des Iran und der Türkei werden auch Vertreter der syrischen Konfliktparteien erwartet.

Einen Tag vor Beginn des Treffens verkündete die syrische Armee eine mehrtägige Waffenruhe für drei Provinzen im Süden des Landes, um die „nationale Aussöhnung“ zu unterstützen.

Beim letzten Treffen in Astana Anfang Mai hatten sich Russland, die Türkei und der Iran auf die Einrichtung von vier „Deeskalationszonen“ in Syrien verständigt. Der Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen (UNO), Staffan de Mistura, zeigte sich zuletzt optimistisch, dass in Astana Fortschritte erzielt werden könnten. Am 10. Juli finden die nächsten Syrien-Verhandlungen unter UNO-Vermittlung in Genf statt.