Volkswagen kehrt in Iran zurück

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Nach über 17 Jahren wagt sich der deutsche Autokonzern Volkswagen (VW) wieder in den Iran. Der mit dem Unternehmen Mammut Chodro vereinbarte Vertrag sieht zunächst den Import der VW-Modelle Tiguan und Passat vor, wie der Konzern heute mitteilten. Der Verkauf soll im August starten, die Fahrzeuge werden zunächst über acht Händlerbetriebe mit Schwerpunkt im Raum Teheran vertrieben.

VW hatte sich im Jahr 2000 vollständig aus dem Iran zurückgezogen und will nun verlorenen Boden gutmachen. Die französischen Rivalen PSA Peugeot Citroen und Renault waren bereits kurz nach dem 2015 unterzeichneten Atomabkommen in den Iran zurückgekehrt. Damals wurden die meisten Sanktionen gegen das Land aufgehoben.

Total prüft Milliardeninvestition

Indes lotet auch der französische Total-Konzern nach dem richtungsweisenden Gasvertrag mit dem Iran eine milliardenschwere Investition in den Petrochemiesektor aus. In einem vorläufigen Abkommen sei der Bau von drei petrochemischen Anlagen für bis zu zwei Mrd. Dollar vereinbart worden, sagte Marsieh Schahdaei von der iranischen National Petrochemical Company (NPC) laut der Nachrichtenagentur Schana.

Ein Total-Sprecher bestätigte, dass zurzeit mit NPC an einer detaillierten Studie gearbeitet werde. Die Investitionssumme müsse aber noch abgestimmt werden. Erst gestern hatte der französische Konzern den ersten Großauftrag eines westlichen Energiekonzerns im Iran seit Aufhebung der Sanktionen erhalten. Die Franzosen wollen gemeinsam mit dem Iran das weltgrößte Gasfeld South Pars entwickeln.