EU genehmigt Staatshilfe für Monte dei Paschi

Die Europäische Union hat die Staatshilfe für die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) genehmigt. Rom darf dem Institut somit vorsorglich mit 5,4 Milliarden Euro Kapital helfen. Die älteste Bank der Welt und die aktuelle Nummer fünf in Italien habe zuvor einem Umbau ihres Geschäftsmodells zugestimmt, teilte die EU-Kommission heute in Brüssel mit.

Den Angaben nach konzentriert sie sich auf kleine und mittelständische Unternehmen sowie auf Privatkunden. Außerdem transferiere die Bank 26,1 Milliarden Euro an faulen Krediten in ein privat finanziertes Finanzvehikel. Die obere Führungsebene solle zudem maximal das Zehnfache des durchschnittlichen Einkommens der Beschäftigten verdienen.

Der italienische Staat werde bis spätestens 2021 aus dem Geldhaus aussteigen, berichtete Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan. Rom hält im Zuge des Sanierungsplans einen 70-prozentigen Anteil an MPS. Der von der EU genehmigte Plan zum Umbau des Geschäftsmodells von MPS sehe keine Jobkürzungen vor. Der Plan schaffe einen soliden Rahmen für den Neustart der Bank, sagte Padoan.