Polizei setzt Wasserwerfer gegen G-20-Gegner ein

Im Vorfeld des G-20-Gipfels am Wochenende in Hamburg hat es gestern Abend zahlreiche Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gegeben. Gipfelgegner hatten ihren Protest auf die Straße getragen, die Polizei rückte fast im Zehnminutentakt aus und setzte Wasserwerfer ein.

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Hamburg rüstet sich: In der Innenstadt werden strengste Sicherheitsmaßnahmen für den Gipfel vorbereitet.

Vor allem auf dem Neuen Pferdemarkt im Stadtteil St. Pauli gerieten Demonstranten und Polizei aneinander. Die Beamten rückten mit Wasserwerfern an. Gegen 23.00 Uhr begann die Polizei mit dem Räumen der Straße.

Hunderte Menschen waren zuvor einem Protestaufruf gefolgt, um auf den Straßen mit Musik und Getränken gegen den G-20-Gipfel zu demonstrieren. In den Nachtstunden beruhigte sich die Lage.

Weitere Demos geplant

In der Frage der Protestlager blieb Hamburgs Innensenator Andy Grote hart: Es könne Protestcamps zu Versammlungszwecken geben, aber keine Übernachtungscamps, weil dahinter die militante autonome Szene stehe. Trotzdem bauten die G-20-Gegner weitere Zelte auf. Die Polizei räumte sie wieder weg.

Wasserwerfer

Reuters/Fabian Bimmer

Heute ist ein Alternativgipfel mit Workshops und Podiumsdiskussionen geplant. In der Hamburger Innenstadt wollen Aktivisten zudem durch die Straßen ziehen. Am frühen Abend startet eine Nachttanzdemo unter dem Motto „Lieber tanz ich als G-20“.