Neonazis verlieren Namensstreit gegen Tiefkühlfirma

Die schwedische Neonazi-Gruppe Nordiska Motstandsrörelsen, kurz NRM, darf sich künftig nicht mehr unter dem Label „Nordfront“ bewerben. Das entschied jetzt das schwedische Patentamt nach längerem Rechtsstreit.

Die deutsche Firma Nordfrost, nach eigenen Angaben der „weltweit sechstgrößte Händler für Tiefkühlkost“, hatte wegen der Gefahr einer Namensverwechslung geklagt und recht bekommen.

Schwedische Neonazi-Gruppe Nordic Resistance Movement (NRM)

APA/AFP/Jonathan Nackstrand

„Die beiden Labels sind lautlich und visuell sehr ähnlich; sie unterscheiden sich nur durch einen einzigen Buchstaben“, schrieb die Firma Nordfrost in ihrer Klage gegen „Nordfront“. „Unserer Meinung nach besteht das offensichtliche Risiko, dass Dritte den Eindruck gewinnen könnten, hier bestünde eine kommerzielle Verbindung.“

Wiedererstarken der schwedischen Neonazis

Die rechtsextreme Gruppierung NRM ging Mitte der 90er Jahre aus dem „Weißen Arischen Widerstand“ („Vitt Ariskt Motstand“) hervor. Laut einer Studie der Anti-Rassismus-Plattform Expo ist Nordfront die treibende Kraft hinter dem aktuellen Wiedererstarken und der zunehmenden Militarisierung der Neonazi-Szene in Schweden.

Die streng hierarchisch organisierte Bewegung bewirbt sich bevorzugt im analogen Stil mit Fahnen, Flyern und Pickerln, die das Logo „Nordfront“ auf grün-weißem Untergrund tragen.