Spektakulärer Protest gegen Stierhatz in Pamplona

Einen Tag vor Beginn des berühmten San-Fermin-Festivals im nordspanischen Pamplona haben Tierschützer in einer aufsehenerregenden Aktion gegen die damit verbundenen Stierkämpfe protestiert.

Rund 100 Teilnehmer aus Spanien und mehreren europäischen Ländern versammelten sich blutrot angemalt und mit Protestparolen auf ihren nackten Oberkörpern vor dem Rathaus der Stadt.

Protest in Pamplona

APA/AFP/Ander Gillenea

„Stoppt Stierkämpfe", hatten sich die Demonstranten auf den Bauch geschrieben, andere hielten Schilder in die Höhe, auf denen stand: "Stiere sterben in Pamplona einen blutigen Tod.“

Schon seit Jahren Proteste

Die Aktion war von den Tierrechtsorganisationen PETA und Animal Naturalis ins Leben gerufen worden. PETA veröffentlichte über den Kurznachrichtendienst Twitter Fotos von dem Protest. Lokalen Medien zufolge organisieren Tierschützer schon seit 14 Jahren derartige Aktionen in Pamplona. Auch in anderen Teilen Spaniens stehen Stierhatz und Stierkämpfe zunehmend in der Kritik. 

In Pamplona werden alljährlich Anfang Juli acht Tage lang Kampfstiere durch die engen Gassen in die Arena getrieben. Viele Touristen reisen an, um mit den Bullen um die Wette zu rennen - immer wieder gibt es dabei zahlreiche Verletzte. Nach der Hatz müssen die Stiere gegen Toreros kämpfen. Am Ende der blutigen „Corrida“ sterben sie durch einen Degenstoß.