Kinderpornoplattform mit 90.000 Mitgliedern aufgeflogen

Österreichische und deutsche Ermittler haben eine internationale Kinderpornografieplattform gesprengt. 14 Beschuldigte wurden ausgeforscht und teils auch verhaftet, teilte die Staatsanwaltschaft Wien heute mit. Die Behörde ermittelt wegen massiver sexueller Übergriffe in Österreich, hieß es. 29 Opfer wurden insgesamt bisher identifiziert, weitere Ermittlungen in beiden Ländern laufen.

Das Netzwerk mit dem Namen „Elysium“ soll 87.000 Mitglieder gehabt haben. Die Beschuldigten werden des schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verdächtigt und sollen über die Plattform im Darknet kinderpornografisches Material verbreitet haben.

Der 39-jährige mutmaßliche Betreiber aus Hessen wurde bereits am 12. Juni festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte.

Über das Darknet tauschten die Mitglieder den Angaben zufolge weltweit kinderpornografische Bild- und Videodateien aus oder verabredeten sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Die Plattform bestand seit Ende 2016 und war nur über das Darknet zugänglich. Der mutmaßliche Betreiber befindet sich in Untersuchungshaft.