Heta-Vorstandschef geht und zieht zufrieden Bilanz

Bei der staatlichen „Bad Bank“ der ehemaligen Kärntner Hypo Alpe-Adria, Heta, geht der Abbau der Altlasten schneller voran, und es soll dabei auch mehr Geld hereinkommen. Die endgültige Abwicklung erledigt dann aber nicht mehr der bisherige Chef: Vorstandschef Sebastian Schoenaich-Carolath will sein Mandat nicht verlängern und scheidet damit nach gut zwei Jahren per Ende August aus dem Vorstand aus.

Das gab der Heta-Aufsichtsrat heute bekannt. Im dreiköpfigen Vorstand wird ab September Alexander Tscherteu als Vorstandssprecher agieren.

Vorzeitige Ausschüttung

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) und Aufsichtsratschef Michael Mendel unterstrichen, dass der bisherige Abbauerfolg der Heta deutlich über den ursprünglichen Erwartungen liege. In den vergangenen Tagen wurden vorzeitig knapp sechs Mrd. Euro an die Gläubiger ausgeschüttet.

Aus heutiger Sicht geht die Heta davon aus, dass die Verwertung am Ende 9,6 Mrd. Euro hereinbringen wird. Ende 2020 wird im Plan erstmalig ein vollständiger Abbau der Bilanzsumme unterstellt, sodass kein Restportfolio mehr verbleibt, teilte die Gesellschaft mit.