D: Bub verschenkte Tausende Euro - nicht ganz freiwillig?

Das viele Geld, das ein 13-Jähriger im bayrischen Bad Tölz unter die Leute bringen wollte, hat er womöglich doch nicht ganz freiwillig verschenkt. „Die Suche nach dem tatsächlichen Motiv für die Spendierfreude gestaltet sich recht schwierig“, sagte ein Polizeisprecher heute.

Zweifel an ursprünglichem Motiv

Zunächst hatte es geheißen, der Bub habe das Geld am Samstag verteilt, um neue Freunde zu gewinnen. An der Version scheint es aber nach den bisherigen Ermittlungen Zweifel zu geben. Möglicherweise wurde der Bub aus seinem familiären Umfeld dazu angehalten, die Scheine zu verschenken. Konkreter wurde der Beamte nicht. Nach Polizeiangaben handelt es sich nicht um Schwarzgeld.

Das Geld stammt jedenfalls nicht von den Eltern des Kindes. Indessen fehlt zwei Tage nach dem unverhofften Geldsegen für einige Bürger von Bad Tölz noch immer ein mittlerer vierstelliger Euro-Betrag. 4.500 Euro brachten ehrliche Empfänger zurück, denen die Spendierlaune des Kindes spanisch vorgekommen war.

Geld in Tranchen von bis zu 2.400 Euro verschenkt

Die Polizei ist dabei herauszufinden, wie viel Geld genau der Bub bei sich hatte und wie viel davon er verschenkte. Es waren Beträge zwischen 100 und 2.400 Euro. Als der Bub nach Hinweisen von Passanten von einer Streife aufgegriffen wurde, hatte er noch immer ein dickes Bündel Scheine bei sich.