Beben vor Nordkorea „kein Atomtest“

Ein Erdbeben vor der Küste Nordkoreas ist nach südkoreanischen Angaben nicht durch einen weiteren Atomtest des Landes ausgelöst worden. Das Beben ereignete sich heute etwa 190 Kilometer südöstlich der drittgrößten nordkoreanischen Stadt Chongjin und hatte der US-Erdbebenwarte USGS zufolge eine Stärke von 5,9.

„500 Kilometer unterhalb des Meeresbodens“

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, bei dem Erdstoß habe es sich um ein „natürliches Erdbeben“ gehandelt. Der Geophysiker John Bellini der US-Erdbebenwarte sagte Yonhap, das Beben habe sich „500 Kilometer unterhalb des Meeresbodens“ ereignet. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen - davon zwei im vergangenen Jahr. Zuletzt hatten sich die Spannungen in der Region durch das Raketenprogramm des international weitgehend isolierten Landes weiter verschärft. Anfang des Monats testete Nordkorea erstmals eine Interkontinentalrakete, die nach Einschätzung von Experten auch den US-Bundesstaat Alaska erreichen könnte.