Nowotny: Abschaffung von Bargeld „absurd“

Eine Abschaffung von Bargeld wäre „absurd“, hat der Gouverneur der Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, gestern in Brüssel bekräftigt. Das werde „sicher nicht“ kommen. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici teile diese Position nicht völlig, erklärte OeNB-Direktor Kurt Pribil, aber „wir sind gegen jede weitere Einschränkung bei der Verwendung von Bargeld“.

Nowotny sagte, bei Bargeld werde immer die Möglichkeit für kriminellen Missbrauch hervorgehoben. Es gehe aber auch darum, Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen. „Ich werde einen Missbrauch wie bei vielen anderen Dingen nie völlig vermeiden können.“ Auch „eine generelle Beschränkung der Verwendung von Bargeld ist nicht sinnvoll“.

Wesentlich ist es für den Gouverneur, dass die EU-Länder die Frage auf nationaler Ebene für sich entscheiden können. „Es ist die Frage, ob es eine gesamteuropäische Regelung geben soll oder man das den Staaten überlässt. Unsere Meinung ist, dass man das den einzelnen Ländern überlassen soll.“ Nowotny verwies darauf, dass schon jetzt in Österreich in einem kleinen Bereich - der Bauwirtschaft - eine Bargeldobergrenze gelte.