Italien: Touristen vor Waldbränden in Sicherheit gebracht

Wegen Waldbränden in Italien mussten Hunderte Touristen in Sicherheit gebracht werden. In der südlichen Region Basilikata wurden drei Campingplätze in dem Badeort Metaponto di Bernalda geräumt, wie die Nachrichtenagentur ANSA gestern berichtete. Ein Video zeigt dicke, schwarze Rauchwolken über dem Strand, verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.

Feuer

APA/AP/ANSA/Francesco Arena

Am Vortag waren in Sizilien Hunderte Menschen aus einem Feriendorf gebracht worden, das von Flammen bedroht war. In Kalabrien kamen laut Medienangaben zwei ältere Menschen bei Löschversuchen ums Leben. Die Waldbrände werden durch die extreme Hitze und Trockenheit vor allem in Süditalien weiter angefacht.

Seit Mitte Juni seien mehr als 26.000 Hektar verbrannt, teilte der Umweltschutzverband Legambiente mit. Das seien mehr als 93 Prozent der verbrannten Fläche des gesamten Vorjahres. Ursache der Feuer sei oft Brandstiftung.

Auch an den Hängen des Vesuvs brannte es weiter. Im Nationalpark um den Vulkan war auch das Militär im Einsatz, um die Lage in den Griff zu bekommen. Anrainer und Umweltschützer sprachen von Brandstiftung und von illegalen Müllhalden, die dort brannten. Sie beklagten mögliche Giftstoffe in der Luft. Insgesamt musste die Feuerwehr zu rund 1.000 Einsätzen im ganzen Land ausrücken.