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50 Menschen verletzt

Bei Zusammenstößen mit der Polizei sind in der Nähe des Tempelbergs in Jerusalem in der Nacht auf Dienstag rund 50 Palästinenser verletzt worden. 15 davon seien von Geschoßen mit Gummimantel getroffen worden, teilte das Rote Kreuz mit.

Hintergrund der Unruhen sind verschärfte Sicherheitschecks für muslimische Gläubige auf dem Tempelberg. Die Kontrollen hatte Israel am Sonntag nach einem blutigen Attentat eingeführt. Der Tempelberg mit der Klagemauer, der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom ist eine heilige Stätte für Juden wie auch für Muslime.

Der Streit über die Besuchsrechte, also wer den Hügel betreten und dort beten darf, hatte schon in der Vergangenheit zu Spannungen und Gewalt geführt. Die Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas rief, ebenso wie die Hamas und der Islamische Dschihad, zu weiteren Protesten im Westjordanland und im Gazastreifen auf.

Attentäter erschossen

Israelische Soldaten erschossen indes im südlichen Westjordanland einen palästinensischen Attentäter. Der Mann habe Soldaten in der Nähe von Hebron mit einem Auto gerammt, teilte die israelische Armee mit. Deswegen hätten die Sicherheitskräfte auf ihn gefeuert. Zwei Soldaten seien leicht verletzt worden.

Seit Beginn einer Gewaltwelle vor knapp zwei Jahren wurden bei ähnlichen Attacken rund 300 Palästinenser getötet. Die meisten kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben und stammten aus dem israelisch besetzten Westjordanland und Ostjerusalem. Mehr als 40 Israelis wurden in dem Zeitraum getötet.

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