Generalstreik gegen Maduro legt Venezuela lahm

In Venezuela findet heute ein eintägiger Generalstreik gegen die geplante Verfassungsreform der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolas Maduro statt. Wie der Präsident der Nationalversammlung, der Oppositionelle Julio Borges, mitteilte, sei nach der Volksabstimmung vom Sonntag der Moment gekommen, auf die Regierung „maximalen Druck aufzubauen“.

Regierungsgegner errichteten Straßensperren, Busfahrer stellten ihre Arbeit ein, teilweise kam der Verkehr zum Erliegen. Es handelt sich um den größten ausgerufenen Protest der Opposition seit mehr als 100 Tagen der Unruhen in Venezuela.

Zusammenschluss der Opposition

Initiiert wurde der Streik von einer Koalition aus rund 20 Oppositionsparteien, die nach der Volksabstimmung die „Stunde null“ ausrief. Laut Opposition hatte über ein Drittel der Wahlberechtigten bei dem Plebiszit symbolisch gegen Maduros geplante Versammlung zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung am 30. Juli gestimmt. Die Regierungsgegner befürchten, dass der Staatschef des erdölreichsten Landes der Welt dadurch seine Macht bis zur Errichtung einer Diktatur ausbauen könnte.