Antisemitische Codes: Scharfe Kritik von Van der Bellen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen reagiert bestürzt auf angebliche antisemitische Äußerungen des FPÖ-Abgeordneten Johannes Hübner: „Mit Antisemitismus zu spielen, von dem jeder wissen muss, wohin er geführt hat, ist in höchstem Maße verantwortungslos“, sagte das Staatsoberhaupt dem „Kurier“ (Freitag-Ausgabe).

Kritik auch von Kern und Kurz

Auch Außenminister und ÖVP-Chef Sebastian Kurz hält Hübners Feststellungen für „inakzeptabel“: „In Österreich darf es keinen Platz für Antisemitismus geben.“ Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern hatte Hübners Aussagen bereits gestern verurteilt: „Diese Mischung aus Antisemitismus und Verfolgungswahn ist absolut jenseitig und völlig inakzeptabel.“

FPÖ zieht keine Konsequenzen

Die FPÖ schloss Konsequenzen für Hübner indes aus. Hübner werde künftig in seiner Wortwahl vorsichtiger sein, hieß es nach einem Gespräch von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl und dem Mandatar. Hübner habe Kickl „glaubhaft versichert, dass jedweder Vorwurf in Richtung einer antisemitischen Intention von Passagen seines Vortrages aus dem Jahr 2016 nicht den Tatsachen entspricht“, teilte die FPÖ mit.