Stronach geht nicht zum ORF-„Sommergespräch“

Parteigründer Frank Stronach sagt sein ORF-„Sommergespräch“ ab. Grund sei die „fortgesetzte Feindseligkeit des ORF“ gegen seinen Mandanten, schrieb Stronachs Anwalt Michael Krüger heute in einer Aussendung.

Stronachs „Sommergespräch“ hätte kommenden Montag über die Bühne gehen sollen und wäre zugleich seine politische Abschiedsvorstellung gewesen. Denn Stronach hatte bereits vor Längerem angekündigt, seiner 2012 gegründeten Partei künftig weder seinen Namen zu leihen noch sie weiterhin zu finanzieren. Bei der Nationalratswahl 2017 wird das Team Stronach nicht antreten, Ende des Jahres soll es aufgelöst werden.

ORF bedauert

Der ORF findet Frank Stronachs „Sommergespräch“-Absage „bedauerlich“. Auf die in Stronachs Aussendung geäußerten „Vorwürfe und Verfahren“ will man nicht eingehen. Ursprünglich habe Stronach zum „Sommergespräch“ zugesagt, hielt man im ORF fest.

Das Studio soll trotzdem genutzt werden: für eine Diskussion von Moderator Tarek Leitner mit politisch interessierten Bürgern. Diese wird am kommenden Montag aufgezeichnet, aber nicht im TV zu sehen sein. Highlights sollen in der ORF-TVthek und in den Social-Media-Kanälen des ORF gezeigt werden.