USA schalten sich in Konflikt um Tempelberg ein

Die USA haben sich in den eskalierenden Streit zwischen Israelis und Palästinensern um den Jerusalemer Tempelberg eingeschaltet. Der Nahost-Beauftragte der USA reiste heute nach Israel, um dabei zu helfen, die Spannungen in der Region abzubauen. Nach dem tödlichen Angriff auf zwei israelische Polizisten in der Jerusalemer Altstadt war der Konflikt Mitte Juli erneut eskaliert.

Jason Greenblatt, der Nahost-Beauftragte von US-Präsident Donald Trump, hatte sich nach Angaben eines US-Beamten in der Nacht auf heute (Ortszeit) auf den Weg nach Israel gemacht. Der Konflikt hatte sich erneut hochgeschaukelt, weil Israel nach dem Angriff auf die zwei Polizisten in Jerusalem die Sicherheitskontrollen für Muslime auf dem Tempelberg mit der Anbringung von Metalldetektoren und zusätzlichen Überwachungskameras verschärft hatte.

Die Palästinenser sehen darin den Versuch Israels, mehr Kontrolle über den Tempelberg zu übernehmen, der sowohl Juden als auch Muslimen heilig ist.

Palästinenser greift Israeli mit Messer an

Unterdessen wurde ein Israeli heute nahe Tel Aviv bei einem Messerangriff verletzt. Nach Polizeiangaben griff ein 21-jähriger Palästinenser den arabischstämmigen Israeli in einem Fast-Food-Restaurant in Petach Tikva an. Der Angreifer wurde beim Fluchtversuch festgenommen. Die Polizei vermutet, der Palästinenser sei davon ausgegangen, dass das 32-jährige Opfer jüdisch sei.