Masterplan soll Impulse für ländlichen Raum geben

Agrarminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hat gestern seinen Masterplan für den ländlichen Raum vorgestellt. Unter wissenschaftlicher Begleitung und mit Einbindung von 3.000 Teilnehmern wurden in 20 Handlungsfeldern Vorschläge für mehr Chancengerechtigkeit erarbeitet. Bei einem Pressegespräch räumte Rupprechter allerdings ein, dass es an der neuen Bundesregierung liegen wird, diese auch umzusetzen.

Initiiert wurde der Prozess im Herbst des Vorjahres, seither haben sich mehr als 3.000 Bürgerinnen und Bürger an 50 Veranstaltungen, Workshops und Expertengesprächen beteiligt. „Das Ergebnis ist 127 Seiten schwer“, es enthält Anleitungen, wie sich das Land weiterentwickeln soll, erklärte der Minister.

Dezentralisierung im Fokus

Ein wichtiger Ansatzpunkt aus seiner Sicht ist die Dezentralisierung, so sollen Bundesbehörden etwa nicht nur in Wien, sondern dort, wo es sinnvoll sei, auch auf dem Land angesiedelt sein. Als Beispiel hierfür nannte Rupprechter etwa das Bundesamt für Wasserwirtschaft am Mondsee.

Überlegungen für derartige Maßnahmen habe es auch in den Ressorts Inneres und Justiz gegeben, wobei er niemandem Empfehlungen ausrichten wolle, so Rupprechter. Was es nicht brauche, sei ein Föderalismusministerium, die Agenden seien in seinem Ressort gut aufgehoben, das könne man weiterentwickeln.

In den nächsten zehn Jahren sollen zehn Prozent der Behörden, 3.500 Dienststellen, in ländliche Regionen ausgelagert werden. Laut dem Politologen Peter Filzmaier befinden sich derzeit 65 von 68 Zentralstellen des Bundes in der Hauptstadt.