Isoliert: Zehnte Airline stellt Venezuela-Flüge ein

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Mit der Fluggesellschaft Avianca stellt die zehnte Airline wegen Sicherheitsbedenken und Problemen bei der Abwicklung den Flugverkehr nach Venezuela mit sofortiger Wirkung ein. Das teilte die kolumbianische Airline heute mit. Am Tag zuvor hatte Avianca mitgeteilt, dass der Betrieb zum 16. August eingestellt werde.

Auch die US-Fluggesellschaft Delta will Berichten zufolge Mitte September die Flüge nach Caracas streichen. Der Aeropuerto Internacional de Maiquetia Simon Bolivar des sozialistischen Landes wird so immer mehr zu einem Geisterflughafen.

Stopp auch bei Lufthansa und Alitalia

Zuvor hatten bereits weitere Linien, darunter die AUA-Mutter Lufthansa und Alitalia, die Flüge von und nach Caracas gestoppt. Avianca flog seit über 60 Jahren nach Venezuela. Die Luftlinie bot bisher mehrmals täglich Verbindungen von Lima und Bogota nach Caracas an. Bereits gekaufte Tickets würden erstattet und Umbuchungen angeboten. Aus Südamerika kann man nun fast nur noch mit Copa Airlines über Panama Venezuela erreichen.

Aus Europa und den USA steuern nur noch wenige Gesellschaften wie American Airlines, Air France, Iberia und British Airways Venezuela an. Das Land wird von einer dramatischen Versorgungskrise, Gewalt und einem Machtkampf zwischen Sozialisten und Opposition erschüttert. Bei Protesten gegen Präsident Nicolas Maduro starben über 100 Menschen.