Viele Tote bei Anschlag auf Moschee in Afghanistan

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in der westafghanischen Stadt Herat sind fast 30 Menschen getötet worden. Das bestätigte der Sprecher des Gouverneurspalastes, Dschailani Farhad, gestern Abend. Außerdem seien mehr als 30 Menschen verletzt worden.

Ermittler am Tatort

APA/AFP/Hoshang Hashimi

Ein örtlicher Polizeisprecher sagte, „zwei Terroristen“ seien an dem Angriff beteiligt gewesen. Der eine habe einen Sprengstoffgürtel getragen und diesen gezündet, der andere sei mit einem Gewehr bewaffnet gewesen und habe Granaten auf Gläubige geworfen. Beide seien tot. Herat liegt an der Grenze zum Iran.

Regierung sieht „antiislamische Tat“

Die Regierung in Kabul sprach von einer „antiislamischen Tat“. Sie rief alle Muslime im Land auf, sich der Gewalt entgegenzustellen. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Der Sender Tolo TV berichtete, es handle sich um eine schiitische Moschee. In den vergangenen Monaten hatten Kämpfer der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor allem in der Hauptstadt Kabul wiederholt schiitische Moscheen und Versammlungen der schiitischen ethnischen Minderheit der Hasara angegriffen.