Heuer bisher weniger Anzeigen

2017 hat es in Österreich bisher 251.795 Anzeigen gegeben. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 bedeutet das einen Rückgang von 6,5 Prozent, wie Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, heute gegenüber dem Ö1-Morgenjournal sagte.

Das zeigten die vorläufigen Halbjahreszahlen der Anzeigenstatistik für Österreich. Die aktuellen Zahlen zeigten die beste Aufklärungsquote und die niedrigste Zahl an Anzeigen der letzten zehn Jahre.

Neuer Rekordwert bei Cyberkriminalität

Delikte wie Wohnraumeinbrüche, Kfz-Diebstähle und Gewaltdelikte gingen zurück, bei der Internetkriminalität wurde ein neuer Rekordwert erreicht, hieß es.

Grafik zeigt angezeigte Fälle im 1. Halbjahr, Entwicklung ausgewählter Deliktgruppen

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/BMI

Von Jänner bis Juni 2017 wurde der niedrigste Anzeigenwert der letzten zehn Halbjahre erreicht, berichtete das Innenministerium. Gestiegen ist hingegen die Aufklärungsquote, die derzeit bei 48,2 Prozent liegt. Vor einem Jahr lag die Quote zum Stichtag 1. Juli bei 45,5 Prozent, 2008 bei 38,5 Prozent.

Heruntergebrochen auf die Bundesländer ist der größte Rückgang bei Anzeigen in Niederösterreich (minus 8,6 Prozent), dem Burgenland (minus 8,4 Prozent) und in der Steiermark (minus 8,3 Prozent) zu verzeichnen, gefolgt von Oberösterreich (minus 7,1 Prozent), Wien (minus 6,7 Prozent), Tirol (minus 5,7 Prozent), Salzburg (minus 4,1 Prozent) und Kärnten (minus 3,9 Prozent). Lediglich Vorarlberg hat mit einem Plus von 1,9 Prozent einen Anstieg zu melden.

Normalerweise gibt das Innenministerium die Zahlen zur Anzeigenstatistik nur für das ganze Jahr bekannt.

Audio dazu in oe1.ORF.at