Hitzewelle und Waldbrände plagen Südeuropa

Südeuropa stöhnt über eine lange Hitzewelle. Heute wurden bis zu 42 Grad gemessen. In vielen Ländern gab es Rekordwerte. In Kroatien erreichte der Stromverbrauch wegen der vielen Klimaanlagen im Hochbetrieb ein Allzeithoch. „Kroatische Hölle“, titelte die Zeitung „Jutarnji list“ in Zagreb. Die Feuerwehr kämpfte gegen Waldbrände.

In Bosnien-Herzegowina riefen die Behörden bereits den vierten Tag in Folge die rote Wetteralarmstufe bei 42 Grad aus. Das albanische Innenministerium verlangte wegen zahlreicher Brände die Ausrufung des Ausnahmezustands, der aber noch nicht verhängt wurde, weil die neue Regierung nach der Parlamentswahl noch nicht steht. Nach einem Hilferuf an den Nachbarn schickte Griechenland zwei Löschflugzeuge.

Ausnahmezustand in Spanien

In Griechenland, wo ebenso wie auf Zypern die Hitzewelle für die kommende Woche erwartet wird, waren in den vergangenen vier Tagen mehr als 150 Brände ausgebrochen. Die mit Hubschraubern und Flugzeugen gelöschten Feuer wurden zum Teil durch Brandstiftung ausgelöst. Auf der französischen Insel Korsika kämpfen Feuerwehrleute und Löschflugzeuge gegen einen Waldbrand. 170 Hektar sind bereits zerstört.

In Spanien galt in 16 der insgesamt 50 Provinzen aufgrund der extremen Hitze mit Temperaturen von bis zu 42 Grad die zweithöchste Alarmstufe. Das italienische Gesundheitsministerium rief erneut für Städte im ganzen Land die höchste Warnstufe aus - darunter Rom, Neapel, Venedig und Florenz.