Kenias „Superwahl“ in Klima der Angst

Trotz befürchteter Unruhen haben Millionen Kenianer bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen heute ihre Stimmen abgegeben. Zehntausende Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Größere Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Beobachter rechneten mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Präsident Uhuru Kenyatta und Oppositionsführer Raila Odinga. Erste Ergebnisse gibt es morgen.

Vor zehn Jahren war Kenia, das reichste Land in Ostafrika, nach einem knappen Wahlausgang durch blutige Unruhen mit mindestens 1.100 Toten erschüttert worden. 600.000 Menschen wurden vertrieben. Diesmal war der Wahlkampf über Wochen hinweg weitgehend friedlich geblieben, doch zuletzt kam es zu einer Reihe von Gewalttaten - dabei wurde Ende Juli auch ein leitender Mitarbeiter der Wahlkommission brutal ermordet.

Mehr dazu in Verhalten von Verlierer entscheidend