Paris-Autoattacke: Verdächtiger nicht einvernahmefähig

Der nach einer Autoattacke auf Soldaten festgenommene Tatverdächtige wird laut Medieninformationen weiter in einem Krankenhaus behandelt. Wegen seiner Verletzungen konnte der 36-Jährige bisher nicht von französischen Anti-Terror-Ermittlern vernommen werden, wie der Nachrichtensender Franceinfo heute unter Berufung auf Justizkreise berichtete.

Unterdessen setzten Fahnder ihre Anti-Terror-Ermittlungen fort. Elitepolizisten hatten den Mann gestern auf der Autobahn A16 in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Boulogne-sur-Mer festgenommen - im Zuge dessen wurde er durch mehrere Schüsse verletzt.

Warum der Mann vom Großraum Paris aus in Richtung Norden flüchtete, war zunächst offen. Auch das Tatmotiv blieb unklar.

In Soldatengruppe gerast

Ein Auto war in Levallois-Perret nordwestlich von Paris in eine Gruppe von Soldaten gerast und hatte sechs von ihnen verletzt. Die Soldaten gehören zum Anti-Terror-Einsatz „Sentinelle“ (Wache), bei dem Armeeangehörige auf Straßen und vor öffentlichen Gebäuden patrouillieren. Die für Terrorfälle zuständige Pariser Staatsanwaltschaft übernahm unmittelbar nach der Attacke die Ermittlungen.

Der Verdächtige ist nach Informationen des Nachrichtensenders BFMTV Algerier. Er habe eine Aufenthaltsgenehmigung und sei den Geheimdiensten nicht wegen einer möglichen Radikalisierung bekannt.