Opposition will an Regionalwahl in Venezuela teilnehmen

Die Opposition in Venezuela will an der Regionalwahl Ende des Jahres teilnehmen. Nach langer Debatte sei entschieden worden, Kandidaten für die 23 Gouverneursposten und Regionalversammlungen aufzustellen, sagte Andres Velasquez vom Oppositionsbündnis Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) gestern.

Druck auf Maduro soll erhöht werden

Die Wahl zu der umstrittenen verfassungsgebenden Versammlung Ende Juli hatte die Opposition noch boykottiert. Mit dem jetzigen Entschluss solle Druck auf Präsident Nicolas Maduro ausgeübt werden, dass die Regionalwahl auch tatsächlich stattfindet. Der bereits für Ende vergangenen Jahres geplante Urnengang war von der Wahlkommission ohne Erklärung verschoben worden.

Umfragen zufolge könnte die Opposition, die auch das von Maduro entmachtete Parlament dominiert, mit 18 Gouverneursposten rechnen. In Venezuela tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen der Mitte-rechts-Opposition und dem linksnationalistischen Präsidenten. Das Land wird seit Monaten von politischen Unruhen erschüttert. Im Verlauf der gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden seit Anfang April mindestens 125 Menschen getötet.