Weltkriegsbombe auf Areal des AKW Fukushima entdeckt

Heute ist auf dem Gelände des zerstörten AKW Fukushima I in Japan eine nicht explodierte Bombe entdeckt worden. Ein Sprecher der Betreiberfirma TEPCO sagte, es dürfte sich um ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. Ein Objekt von etwa 85 Zentimeter Länge sei von Arbeitern entdeckt worden. Die Bombe könnte aus den USA stammen, hieß es.

Immer wieder Bombenfunde

TEPCO ließ sofort die Arbeiten unterbrechen und alarmierte die Behörden. Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in Japan immer wieder entdeckt. In der Nähe Fukushimas lag zu Kriegszeiten ein Militärflughafen – ein mögliches Ziel für Bombenangriffe.

Das Atomunglück von Fukushima infolge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im März 2011 war das schwerste derartige Unglück seit der Katastrophe von Tschernobyl 1986. Die japanische Regierung rechnet für die Stilllegung des AKW, Entschädigungen und Dekontaminierung mit Kosten von umgerechnet 165 Milliarden Euro. Der Prozess dürfte angesichts der Verstrahlung mindestens vier Jahrzehnte dauern.