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Temperaturen bisher über dem Schnitt

Kaum mehr als 15 Grad in Vorarlberg, 35 Grad und mehr im Burgenland: Die Temperaturunterschiede waren schon am Donnerstag extrem, ähnlich geht es am Freitag weiter, bis am Samstag österreichweit Abkühlung folgt. Danach wird es wieder sommerlich - fast schon wie gewohnt in den letzten Wochen.

Das weitere Bild passt damit durchaus zum bisherigen Sommer. Laut ORF-Wetterredaktion war er von einem Wechsel aus heißen und kurzen kühlen Phasen geprägt. Insgesamt waren die überdurchschnittlich warmen Phasen jedoch deutlich länger als die kühlen, damit ist der Sommer in Österreich bisher um 2,2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010.

Der Eindruck täuscht mitunter

Eine wirklich stabile Hochdruckwetterlage, die in ganz Österreich über mehrere Tage trockenes und sonniges Wetter bringt, gab es bisher nicht - auch wenn dieser Eindruck mit mehreren Hitzetagen hintereinander in Ostösterreich vielleicht entstanden sein mag. Die Hitzewellen seien immer wieder von markanten Kaltfronten unterbrochen worden, die in Teilen des Landes zu schweren Unwettern führten.

Kaltfront steuert auf Österreich zu

Seit Donnerstag zieht erneut von Westen eine Kaltfront nach Österreich und verdrängt damit allmählich die heiße und schwüle Luft nach Osten. An der Grenze zwischen diesen beiden Luftmassen sind auch diesmal wieder heftige Gewitter zu erwarten.

Nach diesen Gewittern am Donnerstag, stellenweise mit Unwettern, zeigt sich am Freitag erneut ein gemischtes Bild auf der Wetterkarte: Im Osten und Südosten ist es länger sonnig, in weiten Teilen Österreichs ziehen aber schon bald Regenschauer und Gewitter durch. Von Vorarlberg bis Oberösterreich erreichen die Temperaturen zwölf bis 20, im Osten und Süden bis zu 32 Grad. Im Westen wird es in den Bergen auf 2.000 Meter Höhe mit nur noch drei Grad recht kühl.

Sommer macht nur kurze Pause

Der Samstag bringt vorübergehend Abkühlung, und zwar im ganzen Land. Häufig regnet es, es wird windig, die Temperaturen erreichen 16 bis maximal 25 Grad. Am wärmsten ist es wiederum im Osten. Am Sonntag regnet es nur noch zwischendurch, etwa in Salzburg und Oberösterreich. Mit 19 bis 27 Grad wird es wieder etwas wärmer. Am Montag erreichen die Temperaturen schon wieder bis zu 29 Grad, ab Dienstag wird es wieder hochsommerlich. Die Temperaturen erreichen auch im Westen knapp 30 Grad, im Osten und Südosten steigt das Thermometer auf bis zu 32 Grad.

Deutlich mehr Hitzetage als in letzten Jahren

Laut Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) waren Hitzetage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad in diesem Sommer bisher deutlich häufiger als im langjährigen Durchschnitt. An der Spitze der Statistik lag (bis inklusive 3. August) Andau im burgenländischen Seewinkel mit 35 Hitzetagen, gefolgt von Hohenau an der March (Niederösterreich) und Wolkersdorf im niederösterreichischen Weinviertel mit 34.

In einem durchschnittlichen Jahr gab es in den betreffenden Regionen rund 20 Tage mit Temperaturen von 30 Grad oder mehr, so die ZAMG. Auch der Westen und Süden Österreichs lagen über dem Mittel. Spitzenwerte wurden 2003 im südsteirischen Leibnitz (56), Bad Radkersburg (54) und Andau (52) registriert. In der Wiener Innenstadt war die Temperatur 2015 an insgesamt 46 Tagen auf mindestens 30 Grad gestiegen.

Heiß im Süden, kühler Richtung Norden

Groß sind die Temperaturunterschiede auch in Europa. In Paris und München stiegen die Temperaturen schon am Donnerstag kaum noch über die 15-Grad-Marke, an der Adria und auf dem Balkan lagen sie weiter deutlich über 30 Grad. Auf der Insel Korfu in Griechenland kletterte das Thermometer auf 37 Grad. In Italien brachten Temperaturen von knapp über 30 Grad schon spürbare „Abkühlung“. Das Land erlebt heuer den heißesten Sommer seit 200 Jahren. Eine „Luzifer“ genannte Hitzewelle brachte bis letzte Woche Temperaturen von über 40 Grad.

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